Über NARM®
von Laurence Heller

Wenn wir als Kinder zu Beginn unseres Lebens kein erwachsenes Gegenüber vorfinden, das unser Bedürfnis nach sicherem Kontakt stillt bzw. in verständnisvoller, liebevoller Verbindung mit uns ist und uns statt dessen kritisiert oder manipuliert, beginnen wir, unsere Empfindungen, Gefühle, Impulse und Verhaltensweisen zu unterdrücken. Wir stecken in einem Dilemma: Entweder wir riskieren mit unserem Protest oder unserer Wut den Abbruch der Beziehung, oder wir passen uns des puren Überlebens willen an unsere Umgebung an.

Als Kinder verinnerlichen wir: Es ist essentiell, dass wir unser wahres Selbst, unsere wichtigsten Bedürfnisse verstecken oder sogar komplett abschalten. Stattdessen entwickeln wir im Kontakt zu unseren Bezugspersonen Anpassungs- und Überlebensstrategien. Die Wut über das, was uns fehlt und wofür kein Platz ist, richten wir gegen uns selbst. Diese aus der Not geborenen Verhaltensmuster kommen uns später als Erwachsene in die Quere: wir finden keinen Kontakt zu unserem Körper, unseren Gefühlen, seelisch geht es uns schlecht. Wir beschuldigen und beschämen uns oder andere, wir haben ein niedriges Selbstwertgefühl, oder wir geben uns unerreich- bzw. unverwundbar.

In der NARM® -Therapieform erforschen wir im Hier und Jetzt anhand eines konkreten Wunsches bzw. Bedürfnisses, wie Scham unsere Wahrnehmung von uns selbst beeinflusst, wie sie uns von unseren Bedürfnissen und unserer inneren Wahrheit trennt und wie wir wieder mehr Zugang zu unserer natürlichen Fähigkeit finden, authentisch mit uns selbst und anderen zu sein, um unser Leben neu danach auszurichten.